
Mir persönlich gibt es ein gutes Gefühl, wenn mein Kind schon am frühen Morgen mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird und entsprechend mit viel Energie in den Tag startet. Da Arthur die kommenden beiden Mahlzeiten (Mittagessen und Vesper) in der Kita einnimmt, ist der Morgen bei uns auch immer der Moment, um wichtige Nahrungsergänzungsmittel zu verabreichen. Daher habe ich dieses ‚Powerfrühstück‘ kreiert. Diese Routine hilft uns auch dabei, dass wir keinen der wichtigen Inhaltsstoffe oder Supplemente so leicht vergessen.
Ich möchte vorwegnehmen, dass dieses Rezept nun im konventionellen Sinne nicht wahnsinnig ‚lecker‘ ist, aber es schmeckt auf jeden Fall zumindest angenehm. Arthur ist zudem daran gewöhnt und kennt es nicht anders, zumal es ein hervorragendes Kraftpaket für ihn bedeutet, das lange satt hält. Es sei jedem unbenommen, das Rezept nach seinem Gusto abzuwandeln. Bevor ich weiter unten noch erkläre, was es mit den einzelnen Bestandteilen und ihrer gesundheitsfördernden Wirkung auf sich hat, hier nun erstmal die Zubereitung:
Die Zutaten:
- circa 3 EL Haferpulver
- 1 TL Knochenbrühenpulver
- circa 50 ml heißes Wasser
- 1/3 bis 1/2 Banane
- 1 großen EL 100% Granatapfelsaft
- 1 EL 100% Weißdornsaft
- 1 EL Leinöl
Zum Frühstück ergänzend dazu:
- Algenöl
- Vitamin D

Die Zubereitung:
Das Hafer- und Knochenbrühenpulver trocken miteinander verrühren, anschließend mit dem heißen Wasser übergießen und einen zähflüssigen Brei anrühren. Die Banane mit einer Gabel zerquetschen und unterrühren. Den Brei mindestens 10 min stehen und abkühlen lassen, zwischendurch ggf. umrühren (dann geht es schneller). Nun das Leinöl, den Weißdorn- und den Granatapfelsaft unterrühren. Sofort servieren und auf der Mitte der Mahlzeit das Vitamin D und das Algenöl verabreichen.
Nützliche Zusatzinfos:
Jeder Bestandteil dieses Rezeptes erfüllt einen physiologisch sinnvollen Zweck. Hafer enthält, wie ich es an anderer Stelle schon erwähnt hatte, den entzündungshemmenden Ballaststoff Betaglucan, und ist demnach gut für die Darmflora. Er enthält außerdem relevante Mengen an Eisen, B-Vitaminen oder auch Zink und Magnesium.
Das hinzugefügte Knochenbrühenpulver gibt den Kick in Sachen Aminosäuren, darunter etwa Glutamin, Prolin oder auch Glycin. Diese Bestandteile wirken gewebsaufbauend und -regenerierend im menschlichen Organismus; vor allem das Bindegewebe und die Muskulatur profitieren davon. Glutamin ist außerdem ideal als Darmwandverstärkung. Von daher ist Knochenbrühe nicht nur etwas für Sportler oder Hollywood-Stars, sondern natürlich auch ein hervorragendes Lebensmittel für Kinder mit Stoffwechselstörungen.
Ich gebe zu, dass normalerweise eine hausgemachte Knochenbrühe noch besser wäre. Aber dazu plane ich bereits ein Rezept, das ihr dann bald auch auf diesem Blog nachlesen könnt.
Die Banane dient überwiegend dem Geschmack und der Konsistenz, punktet allerdings auch mit ordentlichen Mengen an Kalium und Magnesium.
Den Granatapfelsaft habe ich Arthur ‚verordnet‘, da er viele Ellagitannine enthält, die der Körper wiederum zu Urolithin A verstoffwechselt. Urolithin A hat, wie ich es bereits in einem anderen Artikel geschrieben hatte, sehr gute Ergebnisse im Tierversuch bei der Therapie der Duchenne Muskeldystrophie gezeigt – von daher wird es sicherlich auch bei Arthurs Muskelerkrankung etwas nützen. Weißdornsaft habe ich jüngst zu diesem Brei ergänzt, um vor allem etwas zu Arthurs Herzgesundheit beizutragen. Weißdorn gilt seit Jahrhunderten als herzstärkendes Heilmittel und konnte diesen Titel auch schon in diversen Studien verteidigen.
Das Leinöl zählt zu den Omega-3-Fettsäuren und damit zu den besonders gesunden Fetten. Neben seinem sättigenden Effekt gebe ich das Öl auch deshalb hinzu, damit das während der Mahlzeit verabreichte Algenöl, zu welchem ich gerade erst kürzlich einen sehr detaillierten Artikel geschrieben habe, noch besser vom Körper aufgenommen wird.
Last but not least bekommt Arthur mit dem Frühstück auch seine übliche Dosis Vitamin D. Hier sollten Eltern natürlich erstmal den aktuellen Spiegel ihres Kindes erheben lassen und dann in Rücksprache mit dem Arzt supplementieren. Ich empfehle aber in jedem Fall, das Thema im Auge zu behalten, zumal viele Eltern zwar in den ersten zwei Lebensjahren Vitamin D zuführen, danach jedoch nicht mehr. Häufig bekommen die Kinder aber über die natürliche Sonneneinstrahlung nicht genügend davon, zumal in Kitas nicht selten eine Art ‚Eincremepflicht‘ während der Sommermonate besteht.
Vielleicht inspiriert mein Rezept euch ja dazu, euren Kindern auch eine Nährstoffbombe dieser Art zum Frühstück zu servieren. Wie gesagt, es gibt viel Potenzial für eigene Ideen: Frische Früchte, ganze Haferflocken, Leinsamen oder Nüsse (für ältere Kinder ohne Schluckbeschwerden) können wunderbare Ergänzungen sein. Probiert es einfach mal aus!

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