Welches Omega-3-Öl sollte ich verwenden?

Wenn ihr euch im Netz nach Omega-3-Ölen umtut, werdet ihr hauptsächlich auf drei verschiedene Öl-Arten stoßen: Leinöl, Fischöl und das bereits genannte Algenöl.

Es schadet definitiv nicht, sich ein gutes Leinöl zu besorgen und dieses euch und eurem Kind regelmäßig zuzuführen. Bedenkt aber wie gesagt, dass dies ’nur‘ pflanzliches Omega-3 ist und darin entsprechend nur die Fettsäure ALA enthalten ist, nicht das umso wichtigere DHA und EPA. Es wirkt also nur zu einem gewissen Teil unterstützend. Solche Leinöle findet ihr kaltgepresst und in Bio-Qualität etwa bei dm oder auch Discountern wie aldi oder Lidl. Man kann es beispielsweise gut ins morgendliche Porridge geben oder einfach pur einen Esslöffel verabreichen.

Fischöl enthält demgegenüber in jedem Fall DHA und EPA, da die Fische Omega-3 zumindest teilweise über die Nahrung aufgenommen haben. Hier ist es allerdings sehr wichtig, das Kleingedruckte zu lesen, um zu erfahren, wie viel DHA und EPA überhaupt in dem Produkt drin sind. Behaltet auch im Hinterkopf, dass das Fischöl womöglich nicht aus nachhaltiger Fischerei stammt und entsprechend nicht gerade ethische Standards erfüllt. Je nachdem, welche Fische verwendet wurden, kann ein solches Öl auch mit Schwermetallen belastet sein. Sofern Fischöl jedoch das einzige ist, was ihr bekommen könnt, ist es in jedem Fall besser als nichts.

Mein absoluter Favorit ist jedoch, wie bereits angedeutet, Algenöl. Hier bezieht man sein Omega-3 nicht nur aus der ursprünglichen Quelle; der Gehalt an DHA und EPA ist zumeist auch deutlich höher. Das gute an Algenöl ist außerdem, dass die Algen in Tanks gezüchtet werden, sodass sie eben nicht mit Umweltgiften oder Schwermetallen kontaminiert sein können. Doch auch beim Algenöl lohnt sich der Vergleich der Zusammensetzungen, denn manche Öle haben deutlich mehr DHA und EPA, während andere beispielsweise auch mit Olivenöl oder anderen Ölen gestreckt sein können. Schaut da auf jeden Fall immer aufs Label.

Wie sollte ich Omega-3-Öl lagern und verabreichen?

Ganz wichtig ist zunächst, dass ihr all diese Omega-3 Öle IMMER im Kühlschrank lagert. Das ist wirklich entscheidend, denn diese Öle sind sehr licht- und hitzeempfindlich, was dazu führt, dass sie schnell ranzig werden können. Entsprechend solltet ihr auch nur Öl in dunklem Glas kaufen und dieses möglichst schnell (binnen 2-3 Monate) aufbrauchen.

Was die Dosierung angeht, orientiert euch bitte an den Herstellerangaben auf der Packung und rechnet das ggf. auf das Gewicht eures Kindes runter. Arthur bekommt derzeit etwa 1/3 der dort genannten Erwachsenendosis und wir haben den Eindruck, dass ihm das ideal bekommt – zumal er aufgrund des Verzichts auf hochverarbeitete Lebensmittel auch deutlich weniger Omega-6 konsumiert als so manch andere Kinder.

Fazit

Ich hoffe sehr, dass ich mit meinen Ausführungen verdeutlichen konnte, dass Omega-3 nicht nur irgendein Nahrungsergänzungsmittel ist, um welches einfach nur viel Brimborium gemacht wird. Für mich ist es weit mehr als als das: Ich betrachte es als unverzichtbaren Nährstoff, der in der westlichen Ernährungsweise fatalerweise fast komplett verdrängt wurde. Und ich hoffe sehr, dass ich euch mit diesem Artikel dazu inspirieren konnte, Omega-3 auch in die Ernährung eures Nachwuchses vermehrt zu integrieren. Gerade für Kinder mit Handicaps kann dies ein echter Gamechanger sein.
Sobald ihr damit beginnt, werdet ihr natürlich nicht binnen drei Tagen einen Effekt sehen. Aber nach circa sechs Wochen solltet ihr definitiv einen Unterschied bemerken, zumal Omega-3 auf so viele physiologische Prozesse positiv einwirkt.

Und das Tolle ist: Solange ihr es regelmäßig (d.h. täglich) zuführt, wird es sich ein Leben lang für euch und eure Kinder auszahlen.

Hier findest du bei Interesse noch alle Quellen und Fußnoten zu diesem Text:

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Eine Antwort zu „Omega-3-Fettsäuren: Unverzichtbar für die kindliche Entwicklung”.

  1. […] häufig, weil sie voller B-Vitamine, Zink, hochwertigem Eiweiß und, ebenso wie fettreicher Fisch, Omega-3-Fettsäuren […]

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