Was kann Omega-3 alles leisten?
Bevor ich euch später noch verrate, worauf ihr beim Kauf von Algenöl oder anderen Omega-3-Supplementen unbedingt achten solltet, kommt hier nun nach langer Vorrede endlich die versprochene Liste, warum diese Fettsäuren unverzichtbar für den menschlichen Organismus und erst recht für unsere Kinder sind:
1. Antientzündliche Wirkung
„Omega-3-Fettsäuren werden im Körper in hormonähnliche Substanzen umgewandelt, die Eicosanoide und Docosanoide. Da diese sogenannten Botenstoffe entzündungshemmend wirken, eignen sie sich zur Therapieunterstützung entzündlicher Erkrankungen […]“9, schreibt das Bundesminsterium für Bildung und Forschung. Wegen seiner antientzündlichen Wirkung gebe ich das Öl auch Arthur: Seine Muskelerkrankung geht mit einer chronischen Entzündung einher und ich bin sicher, dass Omega-3 hier seinen Beitrag leistet, zumal sich seine Werte schon drastisch verbessert haben.
2. Absolutes Brainfood
Wer sein Kind kognitiv optimal in seiner Entwicklung fördern und unterstützen will, der sollte ebenfalls zu Omega-3 greifen. Der Grund dafür ist denkbar simpel, denn das Gehirn besteht zu circa 15-20% aus dem bereits besprochenen DHA. Man kippt, umgangssprachlich gesagt, also einfach das richtige Benzin in den Motor. Entsprechend konnte Omega-3 auch schon in verschiedenen Studien positive Ergebnisse mit Blick auf Erkrankungen wie ADHS10, Autismus11 oder Epilepsie12 erzielen. Ich selbst merke übrigens auch, wie sehr Arthur kognitiv von der Omega-3-Gabe profititiert: Trotz seiner bilingualen Erziehung (französisch und deutsch) ist er sprachlich unheimlich fit, kennt deutlich mehr Wörter als andere Kinder in seinem Alter, ist extrem wissbegierig und scheint unheimlich schnell neue Zusammenhänge zu verstehen. Ein echtes Brainfood eben.
3. Schützt Herz & Kreislauf
Dass Omega-3, und insbesondere EPA, sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt, ist quasi schon ein alter Hut beziehungsweise längst bekannt. Zum einen verbessert es die Fließeigenschaften des Blutes, zum anderen schützt es vor Arteriosklerose. Arthur profitiert davon wiederum auch durch seine antientzündliche Wirkung auf die Herzmuskulatur.
4. Gut für die Augen
Hier ist die Wirkung ähnlich simpel wie beim Gehirn erklärt. Die Netzhaut unseres Auges besteht zu einem großen Teil ebenfalls aus DHA, kein Wunder also, dass eine Zuführung des entsprechenden Nährstoffs die Sehleistung optimal unterstützt.13 Dass Arthur im Gegensatz zu mir (die wahrscheinlich einen DHA-Mangel in der Kindheit hatte) fantastisch sehen kann, stelle ich immer wieder fest, wenn ich ihn von der Kita abhole und er schon quer über das Gelände fröhlich „Mamaaaaaaa“ kräht, sobald er mich in 50 Metern Entfernung erspäht hat.
5. Hilft Knochen und Gelenken
Da Omega-3 sich auch positiv auf den Calciumspiegel auswirken kann, hat es auch indirekten Einfluss auf einen gesunden Knochenbau. Studien haben außerdem ergeben, dass DHA und EPA sich auch bei Rheuma und Arthrose positiv auswirken können.14 Es dämpft die Entzündung, lindert den Schmerz und wirkt wie ein Schmiermittel auf die Gelenke. Da bei Muskelkrankheiten auch sogenannte Kontrakturen häufig auftreten können, profitiert Arthur also auch in diesem Fall von der zusätzlichen Omega-3-Gabe.
6. Wirkt stimmungsaufhellend
Etwas weiter oben bin ich ja schon darauf eingegangen, warum DHA sich so exzellent auf die kognitive Entwicklung von Kindern auswirkt. Das verhält sich nicht anders mit Blick auf die psychische Gesundheit. Studien haben ebenso den Nachweis erbracht, dass die regelmäßige Einnahme von Omega-3 vor Depressionen15 oder anderen psychischen Erkrankungen wie Angststörungen oder Schizophrenie16 schützen kann. Mit Blick auf Arthur kann ich übrigens berichten, dass dieser ein extrem ausgeglichenes und mental stabiles Kind ist. Entsprechend ist er meistens super drauf und hatte noch nie einen Meltdown – etwas, was viele Eltern bei ihren Kindern leider regelmäßig bezeugen müssen.
7. Schützt die Muskelzellen
Dass Omega-3 auch etwas zur Muskelgesundheit beiträgt, liegt nicht nur an dessen antientzündlicher Wirkung, wie etwa eine Studie zur Duchenne Muskeldystrophie zeigen konnte.17 Wie bereits in der Einleitung dargelegt, speisen sich die von außen zugeführten Fettsäuren auch in unsere Zellmembranen ein – und je nachdem, welche das sind (ob vermehrt Omega-6 oder Omega-3), bestimmen sie auch über die strukturellen Eigenschaften dieser Zellwände mit.
Bei Muskeldystrophien ist das grundsätzliche Problem, dass bei der Entstehung der Muskelzellen ein wichtiges Protein entweder vollständig oder teilweise fehlt, und entsprechend instabil verhält sich diese Zelle dann bei Belastung (wie etwa Bewegung), was zu ihrem vorzeitigen Absterben führt. Eine mit genügend Omega-3 ‚betankte‘ Zellmembran ist jedoch flexibler und damit widerstandsfähiger bei Belastung. Das erklärt auch, warum wir bei Arthur den sogenannten CK-Wert (jenes Enzym, das bei Muskeldystrophie verstärkt ins Blut übergeht), schon drastisch senken konnten.
8. Verbessert den Schlaf
Wie ebenfalls schon eingangs erwähnt, wirkt sich Omega-3 auch auf die fein abgestimmten hormonellen Prozesse in unserem Körper aus. DHA ist mit an der Produktion des Schlafhormons Melatonin beteiligt,18 und ein entsprechender Mangel daran kann die Schlafqualität massiv stören. Arthur ist nun zugegeben noch kein perfekter Durchschläfer, aber das sind wohl die wenigsten Kinder mit gerade mal 2 Jahren. Nächtliche Unruhezustände oder Kämpfe vor dem Zubettgehen hat es bei uns jedenfalls bis dato noch nicht gegeben.
9. Macht die Haut widerstandsfähiger
Dass Omega-3 auch der Haut Gutes tun kann und zuweilen als Anti-Aging-Mittel gepriesen wird, liegt ebenso an seiner Breitbandwirkung. Denn nicht nur die Geschmeidigkeit der Zellmembranen profitiert von einer zusätzlichen Gabe von DHA; EPA hat sich derweil als wirksam bei der Durchfeuchtung der Haut und der Verhinderung von übermäßiger Talgproduktion erwiesen.19
Bei Arthur stelle ich vor allem fest, dass seine Haut überhaupt nicht empfindlich auf Kälte- oder Hitzereize reagiert. Stattdessen ist sie auch ohne Creme immer weich und geschmeidig und auch die Wundheilung kommt mir sehr schnell vor.
10. Unterstützt das Immunsystem
Die Wirkung von Omega-3 geht mit Blick auf das Immunsystem sogar in zwei nützliche Richtungen: Zum einen hat eine Studie ermittelt, dass der Körper bei der zusätzlichen Gabe von Omega-3 auch während eines Infekts seinen Stoffwechsel und seine normalen Funktionen besser aufrecht erhalten kann. Zum anderen schützt Omega-3 allerdings auch vor überschießenden Immunreaktionen und ist damit ebenso hilfreich in der Bekämpfung von Autoimmunkrankheiten.20
Arthur bekommt, wie wohl jedes andere Kleinkind, natürlich auch in Sachen Infekten sein Fett weg und bringt regelmäßig Erkältungen aus der Kita mit nach Hause. Mir fällt allerdings positiv auf, dass er nie wirklich lange mit einer Erkrankung kämpft und manche Infektionen, die oft sehr heftig ausfallen können (z.B. Corona, Rotaviren oder auch das 3-Tage-Fieber) bei ihm deutlich milder verlaufen sind als bei so manch anderen Kindern.
Ich möchte an dieser Stelle nochmals unterstreichen, dass mehrere Studien zu all diesen Schlüssen gekommen sind und ich mir diese ganzen Benefits nicht einfach aus den Fingern gesogen habe. Schaut dafür gern nochmal in die Quellen.
Und die durchschlagende Wirkung von Omega-3 macht bei näherer Betrachtung ja auch total Sinn: Wenn ein Mikronährstoff eigentlich völlig selbstverständlich in unsere Ernährung gehören sollte, dann aber aufgrund unnatürlicher Ernährungsgewohnheiten nahezu abwesend ist, hat dessen Wiedereinführung in den Speiseplan natürlich einen umso größeren Effekt.
Kann man bei Omega-3 also von einem Wundermittel sprechen? Nein, denn es ist ‚kein Wunder‘, dass es so viel im menschlichen Körper bewirken kann. Es ist ganz einfach der Job, der ihm im Laufe der Evolution zuteil wurde.
Hier erfährst du mehr zur korrekten Auswahl und Verwendung von Omega-3-Ölen:

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